Performativer Religionsunterricht
Mit Bildern unterrichten
Bilder sind immer schon ein beliebtes Medium in der religionspädagogischen Arbeit. Traditionelle Formen der Bildinterpretation sind jeder Unterrichtsperson bekannt. Im Ansatz der performativen Religionsdidaktik werden Bilder jedoch nicht nur betrachtet, sondern in kreativen Prozessen in Gebrauch genommen, sie werden verändert, neu gestaltet oder in neue Zusammenhänge gestellt. Solche Verfahren werden in diesem Seminar erprobt. in ihrer Bedeutiung diskutiert und nach ihrer Verwendung die religionspädagogische Praxis befragt.
Referent: Lothar Teckemeyer, Pfarrer, Lehrer und Psychodramaleiter
Am: 15. Juni 2012 und 21. September 2012 von 9.00 – 16.00
In: Zürich, Centrum 66, Hirschengraben 66, Saal
Auskunft erteilt die Fachstelle für Religionspädagogik, Sekretariat, Tel. 0041 (0) 442661282
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Und:
Das Leben ist nicht ein Sein,
sondern ein Werden.“ (M. Luther)
Performative Pädagogik und
Kraftsingen
Mit Lothar Teckemeyer und Felix Rüedi
Osterdienstag, 10. April 2012
09.00 Uhr – 16.30 Uhr
im Haus der Begegnung in Ilanz
Die Tagung hat zwei thematische Blöcke. Am Morgen befassen wir uns mit der performativen Pädagogik, am Nachmittag singen wir Kraftlieder aus vielen Ländern und Kulturen in der Kirche. Neben dem inhaltlichen Teil unserer Tagung und der kurz gehaltenen Generalversammlung wird, wie jedes Jahr, auch diesmal beim Mittagessen genügend Zeit und Raum sein für Begegnungen und geselliges Beisammensein.
Programm
09.00 Ankunft, Gipfeli und Kaffee
09.30 Begrüssung, Einführung in die Tagung
09.35 Performative Pädagogik
12.15 Mittagessen im Haus der Begegnung
14.15 Kraftsingen
16.30 Schluss der Tagung
Zum Inhalt der Tagung
Am Morgen wird uns Lothar Teckemeyer theoretisch und praktisch in die performative Pädagogik einführen, in das „leibliche Lernen“.
Seit etwa 10 Jahren wird in der Pädagogik über die „Performative Didaktik“ nachgedacht und publiziert. Besonders die Religionspädagogik hat durch diese Debatte neue Impulse bekommen. Worum geht es? Lernen ist das Aneignen und der Erwerb von Fertigkeiten. Lernen ist ein komplexes Geschehen. Es ist nicht allein Wissen und Kennen, es ist Fühlen und Ausdruck, soziales Verhalten und persönlicher Ausdruck, politische Verantwortung, künstlerisches und ästhetisches Gestalten, ist Tanzen und Theaterspielen... kurzum: es ist mehr als Reden und Nachdenken. Lernen erschliesst sich im Spiel, im Gesang, im Ritual und in der Performance. In diesem Sinne bedeutet christliche Religion lernen, Überlieferung und biblische Verheissung gemeinsam mit anderen und im Umgang mit dem Alltäglichen zu gestalten und dem Transpersonalen im Ritual, Gesang, Gebet oder in Aktionen Ausdruck zu verleihen, eben Kirche zu sein und immer wieder neu zu werden.
In einer Schulwirklichkeit, in der das Sitzen an Tischen die körperliche Haupttätigkeit ist, kommt dabei die Form leiblichen Lernens oft zu kurz. Nach wie vor sind die meisten Lernformen wissensorientiert. Welche Bedeutung leibliches Lernen hat soll auch in praktischen Übungen entdeckt werden.
Am Nachmittag werden wir mit Felix Rüedi sogenannte Kraftlieder singen: Traditionelle und neuere Lieder dieser Erde beinhalten grossen Reichtum an Melodien, Klängen und Rhythmen: Kanons, Mantren, Kraftlieder, call-respons-Gesänge und Volkslieder wechseln sich ab. Die Lieder kommen und gehen, kreisen und erklingen mehrstimmig während längerer Zeit. Man muss weder singen noch Noten lesen können, sondern einfach nur sich einlassen auf das, was geschehen will. Diese einfachen und eingängigen Lieder sind auch sehr gut für das Singen mit Kindern geeignet.
San Luzi
Zuoz