Aus der Arbeit des Konfirmandenunterrichts:

 

Die Konfirmanden haben Bilder und Texte zum Apostolicum gestaltet:

 

Bilder zum Credo:

 

In einem der ältesten Glaubensbekenntnisse, dem „Apostolicum“, wird von das wichtigste von Jesus Christus kurz zusammengefasst. Da heisst es:

Ich glaube an Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Empfangen

 

Da sitzen vier Menschen an einem gedeckten Tisch. Sie warten auf eine fünfte Person, die gerade den Raum betreten hat. Ein Stuhl ist noch frei für sie. Der Raum ist spärlich eingerichtet, nur ein Bild mit einem Kreuz hängt an der Wand.

 

Auch Jesus wurde empfangen. So nannte man das, wenn zu biblischer Zeit eine Frau schwanger wurde. Maria, die Mutter von Jesus, freut sich auf ihren Sohn, auch wenn sie gerade nicht in einem guten Zustand ist. Sie war nicht verheiratet und noch sehr jung. Sie vertraut darauf, dass Gott es gut mit ihr meint.

 

Es ist gut, wenn man erwartet wird, gerade dann, wenn die Umstände nicht besonders gut sind. Da ist für uns noch ein Platz frei an einem Tisch. Jesus hat eine Mutter, die sich um ihn sorgt. Er wird empfangen, freundlich. Maria setzt grosse Hoffnung auf ihn.

Gelitten und gekreuzigt

 

Jesus trägt sein Kreuz durch die Strasse. Es geht ihm schlecht. Er ist gequält und geschlagen worden. An seinem ganzen Körper sind Blut­spuren zu sehen. Er muss das Kreuz die steile Strasse hinauf­schleppen. Er ist ganz allein. Seine Bewunderer und Freunde sind alle weg. Zu seinem Leiden kommt die Einsamkeit. Aus den Fenstern der Häuser am Strassenrand schauen Menschen. Sie unternehmen nichts.

 

Jesus ist zu unrecht zum Tode verurteilt worden. Er hat unendlich viel gelitten. Der Kreuzestod ist eine der schlimmsten Hinrichtungsarten. Trotzdem hat er in seiner Sterbestunde für seine Peiniger um Vergebung gebeten.

 

Auch heute leiden unendlich viele Menschen. Es gibt Kriege und Naturkatastrophen. Zwar gibt es heute keine Kreuzigungen mehr, aber Folter und Tötungen geschehen überall auf der Welt. Das ist ein Skandal. Wir wissen alle: Leiden soll nicht sein, Töten soll nicht sein. Und trotzdem geschieht es. Wir schauen noch einmal auf das Bild. Wir sehen die vielen Menschen in ihren Häusern. Wir fragen, warum kommt niemand heraus aus seinem Haus und hilft Jesus? Warum schauen heute so viele nur zu und tun nichts gegen das Leiden das wir jeden Tag sehen?

Gestorben

 

Wir sehen auf diesem Bild in der Mitte ein Grab und trauernde Menschen. Jemand ist gestorben. Wir wissen nicht wer. Ganz links ist ein grosser Industrieschornstein zu sehen. Schwarzer Rauch steigt aus ihm hervor und vergiftet den Baum. Auch der Baum ist tot. Leben stirbt auch in der Natur. In einer Wolke sieht man einen weinen­den Mann. Er trauert. Ein Angehörigen liegt im Sterben. In der Wolke in der Mitte ist eine Kirche zu sehen, daneben ein EKG. Die Kurve zeigt an, ob jemand lebt oder gestorben ist. Jetzt verläuft sie gerade. Der Augenblick des Todes ist einge­treten. In der dritten Wolke ist ein Grabhügel mit einem Kreuz zu sehen. In den Wolken sind 3 Szenen über das Sterben dargestellt. Die Sorge um einen Menschen, der Tot selbst und das Grab.

 

Auch Jesus war wirklich tot. In Glaubensbekenntnis heisst es: Niedergefahren in das Reich des Todes. Drei Tage war er tot. Das heisst, er war wirklich tot und nicht scheintot. Gott hat ihn, nicht vor dem Sterben bewahrt.

 

Jeder Mensch stirbt irgendwann. Sterben ist mit Trauer verbunden. Der Tot ist das endgültige Ende unseres Lebens. Jesus ist wie jeder Mensch seinen Lebensweg gegangen. Auch er ist gestorben, obwohl er Gottes Sohn war.

Hinabgestiegen

 

Auf dem Bild sieht man eine große, grüne Fläche, eine Wiese. Sie wird durch einen Spalt, der sich aufgetan hat, aufgerissen. Es ist der Weg in die Unterwelt. Unterwelt ist nicht einfach die Hölle oder das Totenreich. Es ist wie ein Erdbeben. Das uns Vertraute wird auseinandergerissen. Da tut sich unter uns die Erde auf. An verschiedenen Orten der Welt erleben Menschen das öfter.

 

Von Jesus heisst es, dass er gekreuzigt wurde. Dann ist er in das Reich des Todes hinabgestiegen und stand danach wieder auf. Er ist durch die Hölle gegangen. Hölle ist ein anderes Wort für Totenreich. Im Totenreich ist nichts lebendig. Alles ist kalt und starr. Wir können uns nicht vorstellen, dass es nach einer Kreuzigung noch schlimmer kommt. Aber die Leblosigkeit der Hölle muss wohl grausam sein. Manche sagen: „Das ist die Hölle auf Erden.“ Sie meinen damit, das Schlimmste, das man sich überhaupt vorstellen kann, den Super-super-Gau.

 

Jesus ist in das Todesreich abgestiegen. Ihm ist nichts erspart geblieben. Auch wir müssen lernen, mit dem Tod umzugehen

Auferstanden

 

Auf unserem Bild sieht man eine Person, die aus dem Totenreich in die Welt der Lebenden aufsteigt. Im Hintergrund sind Gräber. Auf den Grabsteinen sind die Bilder des Böse in dieser Welt zu sehen: Da ist ein Panzer für den Krieg, ein Maschinen­gewehr für das Morden und Töten, ein Hakenkreuz steht für den Faschismus und das Atomzeichen für das ungeheure Elend, was die unkontrollierte Strahlung von kaputten Atomkraftwerken anrichten kann. Doch die auferstehende Person überstrahlt das Böse. Das Böse ist mit dem Aufstand dieser Person besiegt.

 

Jesus wurde gekreuzigt und stieg in das Reich des Todes hinab. Er wurde danach wieder lebendig. Er ist auferstanden. Er hat die Macht des Todes zerbrochen. Das Leben siegt. Jesus war der einzige Mensch, der jemals vom Reich der Toten zurück kehrte.

 

Wir können von Jesus lernen, dass die Todesmächte nicht über uns siegen müssen, Wir können dagegen aufstehen. Man kann durch den Glauben viel erreichen.

Zu den Verben „empfangen“, „gelitten“ und gekreuzigt“, „gestorben“ „hinabgestiegen“, „auferstanden“ und „aufgefahren“ haben wir eine Bildtafel gemalt, in der Mitte ist eine Christusdarstellungen zu sehen.

Aufgefahren

 

Ein Mann fliegt in den Himmel. Grosse Luftballons machen das möglich. Fliegen zu können ist ein uralter Menschheitstraum. Dann regnet es auch noch Geld: Goldene Münzen, Scheine. Mit Aufstieg verbinden wir den Weg in das Glück. Aufstieg, das ist sorgenfreies Leben, Reichtum und von allen Problemen wegfliegen können.

 

Von Jesus wird auch erzählt dass er in den Himmel aufgefahren ist. Das bedeutet: Er sitzt auf dem Himmelsthron. Er ist nun wie Gott. Erst ist er ein Mensch gewesen dann ist er durch die Himmelfahrt zum Gott geworden.

 

Unsere Träume heute sind, reich zu sein und ein schönes Leben zu haben. Alles was wir uns wünschen, möchten wir am liebsten ohne grosse Anstrengungen bekommen. Schön wäre, wenn wir alles, was wir uns wünschen, geschenkt bekämen.

 

Als die Probleme im Leben Jesu auftauchten, ist er nicht einfach mal schnell in den Himmel geflogen. Jesus musste leiden. Er wurde gekreuzigt. Er starb am Kreuz. Wir vergessen oft, dass es Glück ohne Leiden kaum gibt. Wie glücklich sind wir, wenn jemand nach langer Krankheit wieder gesund wird. Glück und Leiden gehöre in unserem Leben zusammen. Wie Leben und Sterben, Abstieg in das Reich des Todes und Aufstieg in den Himmel.

Christus

 

Auf dem Bild in der Mitte ist Christus dargestellt. Er ist nur von hinten zu sehen. Wir wissen nicht wie sein Gesicht aussieht. Wie Christus gegen-

wärtig ist, zeigen die vier Symbole um den Menschen Jesus herum: Einmal ist dort die Bibel zu sehen. In ihr wird von Jesus Christus erzählt. Dann haben wir eine betende Frau dargestellt. Im Gebet denken wir an Jesus und an Gott. Das dritte Symbol ist eine Kirche. Dort treffen sich Menschen, die an Christus glauben. Mit Brot und Wein haben wir das Abendmahl dargestellt. Im Abendmahl ist Christus in unserer Gemeinschaft. Jesus gibt uns Brot und Wein. Er hilft uns in guten und schlechten Zeiten.

 

Jesus wurde gekreuzigt. Er hat gelitten, er musste sterben. Glück und Leid hat er erlebt, wie wir Menschen. Weil er ein Mensch war, versteht er uns.